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  Jede schwierige Situation, die Du jetzt meisterst, bleibt Dir in Zukunft erspart (Dalai Lama XIV)

Mitarbeiterorientierung

Über Mitarbeiterorientierung ist viel geschrieben und diskutiert worden. Fest steht, sie zahlt sich aus und zwar in Zahlen. Bis zu 31 Prozent des finanziellen Erfolgs eines Unternehmens können damit erklärt werden.

Die Macht der Anerkennung

Mitarbeiterorientierung in ihren verschiedenen Subkulturen – von kompetenter Führung über die Entwicklungsunterstützung und die Fairness im Geben und Nehmen bis hin zur Förderung des Teamgeists – wird von vielen Beschäftigten als positiv wahrgenommen, aber es gibt besonders kritische Einzelaspekte. Dazu gehört die Anerkennung der Führungskräfte. Lediglich ein Drittel der MitarbeiterInnen äußern sich hierzu positiv.

Anerkennung hat viele Facetten, wie zum Beispiel Fürsorge der Unternehmen im Sinne von Maßnahmen zur umfassenden Gesunderhaltung, der Unterstützung eines balancierten Verhältnisses von Arbeit und Privatleben oder einer Haltung, die Interesse an der Person der Mitarbeiter über ihre Rolle als Funktionsträger hinaus geht. Hier ist in deutschen Unternehmen nur jeder zweite Beschäftige zufrieden. Am kritischsten wird die fehlende Einbeziehung in Entscheidungen, fehlende Berücksichtigung eigener Ideen und Verbesserungsvorschlägen beurteilt.

Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit

Aus neuesten medizinischen und neurobiologischen Forschungen ist bekannt, dass der Wert der konstruktiven Anerkennung und Wertschätzung besonders in den Vordergrund tritt, wenn es um die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter geht. „Wir Menschen sind aus neurobiologischer Sicht auf soziale Resonanz und Kooperation angelegte Wesen. Es ist der Kern aller menschlichen Motivation, zwischenmenschliche Anerkennung, Wertschätzung und Zuwendung zu finden“ (Joachim Bauer, Medizinprofessor).

Diese Ergebnisse widersprechen dem weitverbreiteten Menschenbild, nach dem Konkurrenz und Kampf die primären inneren Triebkräfte sind. Bleibt dieses letztere Bild in den Unternehmen bestehen, so schadet das nicht nur der Motivation der MitarbeiterInnen, sondern auch ihrer Gesundheit und damit ihrer Leistungsfähigkeit. Wertschätzung, Transparenz und Offenheit halten gesund. Ungelöste Konflikte und ein Mangel an Wertschätzung machen krank.

Führungskräfte haben gerade an dieser Stelle eine besondere Verantwortung  und gleichzeitig natürlich auch selbst das Bedürfnis nach Wertschätzung und Anerkennung.